„Zwei schöne Jahre mit einem ganz, ganz traurigen Ende“

„Zwei schöne Jahre mit einem ganz, ganz traurigen Ende“

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Marco Michels zieht im FuPa-Interview Bilanz, verrät, warum er sich dem Ahrweiler BC anschließt und es bei der SG Schneifel so gut für ihn gelaufen ist.

Zwei Jahre stürmte er für die SG Schneifel-Stadtkyll – und wie: Nach seinem Wechsel vom Oberligisten FSV Salmrohr schoss Marco Michels in der Bezirksligasaison 2018/19 nicht weniger als 30 Treffer und steuerte außerdem 14 Vorlagen bei. Am Ende stieg die Spielgemeinschaft in die Rheinlandliga auf. Und auch hier stellte Michels in der coronabedingt abgebrochenen Saison mit neun Toren und vier Assists seine Torgefahr unter Beweis. Nun zieht es den 26-Jährigen weg. Zur neuen Runde schließt er sich dem Ahrweiler BC an. Hintergrund für den Wechsel sind private Gründe. Was es genau damit auf sich hat, wie er seine Zeit in der Schneifel bilanziert und was er kommende Saison vorhat, verrät Michels im FuPa-Interview.

Warum genau verlassen Sie die Eifel?

Michels: Ich ziehe zu meiner Freundin nach Bonn. Auf die Dauer den Fahraufwand nach Stadtkyll oder Auw auf sich zu nehmen, wäre zu stressig gewesen. Schon vor Monaten habe ich intern angekündigt, dass ich im Sommer gehen will. Ich denke, da ist alles sauber gelaufen – auch zwischen der SG Schneifel und dem Ahrweiler BC.

Wie lässt das sich mit Ihrem Job als Bürokaufmann bei einem Online-Händler in Kelberg verbinden?

Michels: Ich kann auch vom Home-Office aus arbeiten. Und von Kelberg nach Bonn sind es auch nur knapp 60 Kilometer.

Was sprach für einen Wechsel nach Ahrweiler?

Michels: Es gab auch zwei, drei Anfragen aus Bonn oder der näheren Umgebung. Ich wollte aber im Fußballverband Rheinland bleiben. Hier kenne ich die Plätze, hier kenne ich viele Gegner.

Wie sind Ihre ersten Eindrücke vom Ahrweiler BC?

Michels: Der Verein macht einen sehr strukturierten Eindruck. Hier bekommt man einiges geboten. Trainer Jonny Susa habe ich aus der Rheinlandliga als aktiven Trainer kennengelernt. Er ist gut vernetzt und arbeitet professionell.

Wie bilanzieren Sie Ihre Zeit bei der SG Schneifel?

Michels: Es waren zwei schöne Jahre mit einem ganz, ganz traurigen Ende. Der plötzliche Tod unseres Trainers Jörg Stölben hat uns alle fassungslos gemacht. Gerade ich hatte eine enge Beziehung zu ihm, weil ich ab meinem bisherigen Wohnort Walsdorf immer mit ihm gefahren bin. Ansonsten war es eine geile Zeit. Die Aufstiegssaison war überragend, auch der siebte Platz in der abgebrochenen Saison war sehr ordentlich. Dass ich so oft getroffen habe, hängt mit dem gesamten Team zusammen. Wir haben einfach sehr gut miteinander harmoniert.

Interview: Andreas Arens

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